Energiebeschaffung und Energiehandel sind zwei eigenständige Disziplinen, die zusammen ein Vielfaches mehr leisten als isoliert.
Beschaffung bestimmt, wann und zu welchen Konditionen Energie eingekauft wird. Energiehandel geht weiter: Er nutzt Marktpreisschwankungen aktiv — durch Spot-Handel, Terminmarktpositionen, Überschussvermarktung und Flexibilitätshandel. Wer nur beschafft, lässt Potenziale im Markt liegen. Wer aktiv handelt, erschließt sie.
01
Kein aktiver Beschaffungs-/Handelszeitpunkt
Wer nicht aktiv steuert, zahlt immer den Durchschnitt. Day-Ahead-Spread Ø 130 €/MWh 2025 — das ist kein theoretischer Wert. Aktive Spot- und Terminmarktstrategie macht diesen Hebel nutzbar.
02
Konditionen nicht analysiert
Pönalen, fehlende Flexibilitätsrechte, zu lange Laufzeiten — jede davon kostet still und kontinuierlich. Konditionsanalyse und aktive Verhandlung holen dieses Potenzial zurück.
03
Kein Lastprofil als
Grundlage
Wer ohne RLM-Daten beschafft, kauft am tatsächlichen Bedarf vorbei und zahlt SLP-Tarife obwohl RLM günstiger wäre. Lastgangbasierte Strategie ab 100.000 kWh/a ändert das grundlegend.
04
Keine Überschussvermarktung
Eigenerzeugter Strom wird unter Wert verkauft — weil keine aktive Vermarktungsstrategie existiert. Direktvermarktung holt den tatsächlichen Marktwert.
05
Keine
Flexibilitätsnutzung
573 negative Stromstunden 2025 bleiben ungenutzt — dabei sind flexible Verbraucher in diesen Stunden ein echter Handelswert. Lastmanagement und Speicher machen diese Chancen systematisch nutzbar.
06
Eigenerzeugung nicht integriert
PV-Strom wird eingespeist während gleichzeitig teurer Netzstrom zugekauft wird. Verzahnung von Erzeugung, Eigenverbrauch und Handel schließt diese Lücke.